Strategie des gleitenden Stop-Loss
Übersicht
Die Strategie des progressiven Stop-Loss-Anhebens ist eine einfache, aber sehr praktische Strategie, die Sie bei steigenden Kursen daran erinnert, die Stop-Loss-Marke schrittweise nach oben zu verschieben.
Funktionsweise
Die Strategie setzt zunächst bei Eröffnung einer Long-Position den anfänglichen Stop-Loss auf 95 % des Einstiegskurses. Anschließend werden mehrere höhere Stop-Loss-Level definiert: 100 %, 105 %, 110 % usw. des Einstiegskurses. Die Strategie prüft, ob der Tiefstkurs der letzten 7 Tage die vorherige Stop-Loss-Marke durchbrochen hat. Wenn ja, wird der Stop-Loss auf das nächsthöhere Level gesetzt. So wird der Stop-Loss mit steigenden Kursen schrittweise nach oben verschoben.
Konkret definiert die Strategie acht Stop-Loss-Level: 95 %, 100 %, 105 %, 110 %, 115 %, 120 %, 125 % und 130 % des Einstiegskurses. Sie überprüft, ob der Tiefstkurs der letzten 7 Tage über dem nächsten Stop-Loss-Level liegt. Ist dies der Fall, wird der Stop-Loss auf dieses höhere Level gesetzt.
Beispiel: Liegt der Einstiegskurs bei 100 USD, beträgt der anfängliche Stop-Loss 95 USD. Steigt der Tiefstkurs der letzten 7 Tage auf 105 USD und liegt damit über dem nächsten Stop-Loss-Level von 100 USD, wird der Stop-Loss auf 100 USD gesetzt. Steigt er weiter auf 115 USD, wird der Stop-Loss auf 105 USD gesetzt, und so weiter.
Auf diese Weise verschiebt sich der Stop-Loss mit dem Kurs nach oben, was einen progressiven Stop-Loss ermöglicht und einen Teil der Gewinne sichert. Gleichzeitig wird vermieden, dass ein normaler Trailing-Stop im Backtest zu optimistischen Ergebnissen führt.
Vorteile
Der größte Vorteil dieser progressiven Stop-Loss-Strategie ist, dass der Stop-Loss mit steigenden Kursen schrittweise nach oben verschoben wird, wodurch Gewinne teilweise geschützt werden und ein Verlust der gesamten Gewinne bei einem Durchbruch des Stop-Loss vermieden wird.
Im Vergleich zu einem normalen Trailing-Stop führt der progressive Stop-Loss im Backtest nicht zu übermäßig optimistischen Ergebnissen. Denn ein normaler Trailing-Stop würde bei einem Kursrückgang sofort nach unten gesetzt und so den Rückgang überspringen, um direkt in den nächsten Anstieg zu gelangen. Im realen Handel kann dieser Rückgang jedoch nicht übersprungen werden. Daher kann die normale Trailing-Stop-Strategie im tatsächlichen Handel die Backtest-Ergebnisse nicht erreichen.
Da die Stop-Loss-Marke bei der progressiven Strategie schrittweise angehoben wird, spiegelt sie im Backtest den realen Prozess der Stop-Loss-Verschiebung genauer wider und vermeidet übermäßig optimistische Ergebnisse.
Darüber hinaus liefert die Strategie lediglich einen Hinweis auf den Zeitpunkt der Stop-Loss-Änderung, sodass der Händler den Stop-Loss selbst anpassen muss. Da viele Börsen keine Trailing-Stop-Funktion anbieten, ist diese Strategie universeller einsetzbar und kann auf verschiedenen Handelsplattformen angewendet werden.
Risiken
Das größte Risiko dieser Strategie besteht darin, dass die Stop-Loss-Verschiebung möglicherweise nicht mit einem extrem schnellen Kursanstieg Schritt halten kann. Wenn der Kurs innerhalb kurzer Zeit stark ansteigt und mehrere Stop-Loss-Level überspringt, kann der Stop-Loss nur langsam nachgezogen werden und die Gewinne nicht rechtzeitig sichern.
Ein weiteres Risiko ist, dass der Händler den Zeitpunkt für die Stop-Loss-Anpassung verpasst oder verzögert. Die Strategie gibt nur einen Hinweis auf den Zeitpunkt der Änderung; die tatsächliche Anpassung muss vom Händler selbst vorgenommen werden. Wenn der Händler die Änderung versäumt oder verzögert, kann der Stop-Loss durchbrochen werden.
Optimierung
Die Strategie kann wie folgt optimiert werden:
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Optimieren Sie die prozentualen Stop-Loss-Level, um sie besser an die Volatilität des jeweiligen Handelsobjekts anzupassen.
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Optimieren Sie den Zeitraum für die Betrachtung des Tiefstkurses, z. B. auf die letzten 5 oder 10 Tage, um sie an die Schwankungsfrequenz verschiedener Instrumente anzupassen.
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Erhöhen Sie die Anzahl der Stop-Loss-Level, um eine noch progressivere Anhebung zu ermöglichen.
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Fügen Sie eine Logik für einen mitlaufenden Take-Profit hinzu, sodass auch die Gewinnmitnahme schrittweise nach oben verschoben werden kann.
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Automatisieren Sie die Stop-Loss-Anpassung, sodass kein manuelles Eingreifen erforderlich ist, um den Aufwand und das Verzögerungsrisiko zu reduzieren.
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Fügen Sie eine Alarmfunktion für den Fall eines Stop-Loss-Durchbruchs hinzu, um zu vermeiden, dass der Händler den Durchbruch übersieht.
Zusammenfassung
Die Strategie des progressiven Stop-Loss-Anhebens ist ein einfacher und praktischer Ansatz. Sie ermöglicht es, den Stop-Loss mit steigenden Kursen schrittweise anzuheben, Gewinne zu sichern und gleichzeitig zu optimistische Simulationsergebnisse zu vermeiden. Im Vergleich zu einem normalen Trailing-Stop eignet sie sich besser für den realen Handel und ist auf verschiedenen Handelsplattformen einfacher umsetzbar. Durch die Optimierung der prozentualen Stop-Loss-Level, des Zeitraums für den Tiefstkurs und der Anzahl der Stop-Loss-Stufen kann die Strategie besser an unterschiedliche Handelsinstrumente angepasst werden. In Kombination mit einem mitlaufenden Take-Profit und der Automatisierung der Stop-Loss-Ausführung können der Aufwand und das Risiko weiter reduziert werden.
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